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Ich habe hier einen Text gefunden, wie man vorgehen sollte, wenn man einen Hund mit aus Ungarn nehmen möchte:
Zitat:
Findelkinder aus Ungarn
Bitte nehmen Sie nicht einfach ein Tier aus Ungarn mit nach Deutschland!
Falls Ihnen in Ungarn ein Tier zuläuft bzw. Sie ein Tier finden, nehmen Sie es nicht einfach mit, sondern gehen Sie wie folgt vor:
- Prüfen Sie ob das Tier wirklich herrenlos ist.
In vielen Gegenden in Ungarn ist es üblich, dass die Tiere tagsüber und vor allem nachts frei herumlaufen, auch auf Straßen! Bevor Sie also einem frei laufenden Hund "helfen", ihn womöglich füttern und dann zu Ihrem Schrecken nicht mehr "loswerden", fragen Sie bei den Anwohnern nach und schauen Sie sich den Hund zunächst einmal genau an. Checken Sie, ob es sich überhaupt um einen Streuner - einen herrenlosen oder ausgesetzten Hund - handelt: d.h. der Hund ist extrem ängstlich, abgemagert, hat struppiges, ungepflegtes Fell, evtl. Verletzungen, kommt trotz angebotenem Futter nicht heran bzw. versucht zu flüchten ...?
- Bringen Sie es zu einem Tierarzt bzw. einer Tierklinik
Wenn Sie ein herrenloses Tier gefunden haben, bringen Sie es zum nächsten Tierarzt bzw. Veterinär. Die Tiere in Ungarn sind oft nicht geimpft. Das Tier könnte also schwere Krankheiten haben und andere, gesunde Tiere anstecken. Evtl. ist das Tier auch verletzt und es müssen Sofort-Maßnahmen getroffen werden.
- Nehmen Sie Kontakt zu Tierschützern auf
Setzen Sie sich mit einem der ungarischen Tierheime, bzw. einer deutschen Organisation in Verbindung und erkundigen Sie sich, ob und wo das Tier aufgenommen werden kann. Bedenken Sie bitte, dass Tierheime in Ungarn anders als im westlichen Ausland funktionieren, und zwar jedes einzelne. In ganz Ungarn haben sehr wenige Tierheime z.B. eine Betriebserlaubnis, weil die behördlichen Auflagen so hoch sind, dass kaum ein Tierheim sie erfüllen kann. So versuchen viele Tierheimbetreiber ohne besondere Sachkunde, aber mit viel Engagement, manchmal auch mehr schlecht als recht, den Tieren irgendwie zu helfen.
Möglicherweise darf das Tierheim kein Fundtier aufnehmen, da es keine Quarantänestation hat, wo das Tier die gesetzlich vorgeschriebenen 2 Wochen in Quarantäne gehalten werden kann. Wenn das Heim "Ihr" Fundtier in einem solchen Fall trotzdem aufnimmt, könnte es passieren, dass die Gemeinde das ganze Tierheim schließt! Möglicherweise ist das Tierheim auch einfach so überfüllt, dass unmöglich ein weiteres Tier aufgenommen werden kann!
Werfen Sie auf keinen Fall einfach Tiere auf's Tierheimgelände bzw. binden sie dort an!
Sie können schließlich nicht wissen, ob der von Ihnen entsorgte Hund krank ist oder ansteckende Viren in sich trägt, ohne selbst erkrankt zu sein. Auf diese Weise kann der gesamte Tierbestand des Heims infiziert werden, wie bereits öfter in Heimen geschehen. In diesen Fällen mussten viele Hunde sterben, weil "tierliebe" Menschen z.B. an Parvovirose erkrankte Hunde über den Tierheimzaun geworfen haben.
Auf manchen Tierheimgeländen leben auch Katzen. Auch ihr Leben ist möglicherweise gefährdet durch Krankheiten oder auch Angriffe durch den Hund, denn nicht jeder Hund ist katzenverträglich! Auch Katzen, die einfach auf's Gelände geworfen werden, können mit schlimmen Krankheiten, wie z.B. Katzenschnupfen infiziert sein und dadurch ein Epidemie auslösen!
Wenn es Ihrer Nähe kein geeignetes Heim gibt und auch auch keine Organisation, die Ihnen helfen kann, bleibt Ihnen leider nur der Weg, sich selbst um "Ihr" Fundtier zu kümmern, es z.B. zu behalten oder einen neuen Besitzer für es zu finden, wenn Sie vermeiden wollen, dass das Tier vom Hundefänger eingefangen und getötet wird oder verhungert, erfriert, überfahren wird oder an seinen Verletzungen stirbt.
Wenn Sie sich dazu entschließen, dass Tier zu behalten, bedenken Sie bitte die Ausreisebestimmungen. Das größte Problem stellt dabei die Tollwutimpfung dar. Diese muss mindestens vier Wochen alt sein. Ein Verstoß kann dazu führen, dass das Tier an der Grenze für einige Wochen in eine Quarantänestation muss! Wenn es dann dort keiner abholt, kommt es zum Hundefänger.
Wenn Sie vor dem Ablauf der Frist zurück nach Deutschland müssen, setzen Sie sich mit den deutschen Organisationen in Verbindung. Einige davon fahren regelmäßig Touren nach Ungarn, um Tiere nach Deutschland zu holen. Es besteht die Möglichkeit, dass das Tier bis zum Erreichen der Frist übergangsweise in einem der Tierheime untergebracht und bei der nächsten Tour mit nach Deutschland gebracht wird. Hier können Sie Ihren neuen Liebling dann abholen!
Gehen Sie in jedem Fall vorher zum Tierarzt, um sicher zu stellen, dass der Hund keine ansteckenden oder sonstigen Krankheiten oder Verletzungen hat und reisefähig ist.
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Und hier noch eine Aufzählung, die am Beispiel von Ungarn beschreibt, was der Hund braucht, um ausreisen zu dürfen:
Zitat:
Bestimmungen für die Ausreise aus Ungarn
Seit 01.Oktober.2004 gelten neue Gesetze für Reisen mit Hunden und Katzen innerhalb der EU. Seitdem müssen folgende Bedingungen erfüllt sein, wenn Sie mit Ihrem Tier in ein EU Land reisen möchten:
(Diese Bestimmungen gelten auch, wenn Sie aus Ungarn in ein anderes EU Land reisen!) - Das Tier muss einen gültigen EU Pass (blauer Pass) haben.
- Die letzte Tollwutimpfung muss mindestens 21 Tage alt sein (neue Regelung, früher 30 Tage) und darf nicht älter als 12 Monate sein.
- Das Tier muss mittels Tätowierung oder Mikrochip identifizierbar und die Kennzeichnungs-Nummer im Pass eingetragen sein.
- Die früher erforderliche Bescheinung vom Amtsarzt/Veterinär ist NICHT mehr notwendig.
- Tiere, die jünger als drei Monate und nicht geimpft sind dürfen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten einreisen, wenn sie von einem Muttertier begleitet werden oder für sie zusätzlich zum Heimtierausweis eine schriftliche und unterschriebene Erklärung des Verfügungsberechtigten mitgeführt wird, dass das Tier bislang ausschließlich am Ort seiner Geburt gehalten wurde und nicht mit wild lebenden Tieren in Kontakt gekommen ist.
Nicht zwingend erforderlich, aber trotzdem ratsam:
- Das Tier sollte gegen Staupe geimpft sein.
- Das Tier sollte entwurmt sein.
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Quelle: Tierschutz in Ungarn
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