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#21
Alt 12.09.2008, 08:22

Ich habe hier einen Text gefunden, wie man vorgehen sollte, wenn man einen Hund mit aus Ungarn nehmen möchte:

Zitat:
Findelkinder aus Ungarn
Bitte nehmen Sie nicht einfach ein Tier aus Ungarn mit nach Deutschland!

Falls Ihnen in Ungarn ein Tier zuläuft bzw. Sie ein Tier finden, nehmen Sie es nicht einfach mit, sondern gehen Sie wie folgt vor:
  • Prüfen Sie ob das Tier wirklich herrenlos ist.
    In vielen Gegenden in Ungarn ist es üblich, dass die Tiere tagsüber und vor allem nachts frei herumlaufen, auch auf Straßen! Bevor Sie also einem frei laufenden Hund "helfen", ihn womöglich füttern und dann zu Ihrem Schrecken nicht mehr "loswerden", fragen Sie bei den Anwohnern nach und schauen Sie sich den Hund zunächst einmal genau an. Checken Sie, ob es sich überhaupt um einen Streuner - einen herrenlosen oder ausgesetzten Hund - handelt: d.h. der Hund ist extrem ängstlich, abgemagert, hat struppiges, ungepflegtes Fell, evtl. Verletzungen, kommt trotz angebotenem Futter nicht heran bzw. versucht zu flüchten ...?
  • Bringen Sie es zu einem Tierarzt bzw. einer Tierklinik
    Wenn Sie ein herrenloses Tier gefunden haben, bringen Sie es zum nächsten Tierarzt bzw. Veterinär. Die Tiere in Ungarn sind oft nicht geimpft. Das Tier könnte also schwere Krankheiten haben und andere, gesunde Tiere anstecken. Evtl. ist das Tier auch verletzt und es müssen Sofort-Maßnahmen getroffen werden.
  • Nehmen Sie Kontakt zu Tierschützern auf
    Setzen Sie sich mit einem der ungarischen Tierheime, bzw. einer deutschen Organisation in Verbindung und erkundigen Sie sich, ob und wo das Tier aufgenommen werden kann. Bedenken Sie bitte, dass Tierheime in Ungarn anders als im westlichen Ausland funktionieren, und zwar jedes einzelne. In ganz Ungarn haben sehr wenige Tierheime z.B. eine Betriebserlaubnis, weil die behördlichen Auflagen so hoch sind, dass kaum ein Tierheim sie erfüllen kann. So versuchen viele Tierheimbetreiber ohne besondere Sachkunde, aber mit viel Engagement, manchmal auch mehr schlecht als recht, den Tieren irgendwie zu helfen.

    Möglicherweise darf das Tierheim kein Fundtier aufnehmen, da es keine Quarantänestation hat, wo das Tier die gesetzlich vorgeschriebenen 2 Wochen in Quarantäne gehalten werden kann. Wenn das Heim "Ihr" Fundtier in einem solchen Fall trotzdem aufnimmt, könnte es passieren, dass die Gemeinde das ganze Tierheim schließt! Möglicherweise ist das Tierheim auch einfach so überfüllt, dass unmöglich ein weiteres Tier aufgenommen werden kann!

    Werfen Sie auf keinen Fall einfach Tiere auf's Tierheimgelände bzw. binden sie dort an!
    Sie können schließlich nicht wissen, ob der von Ihnen entsorgte Hund krank ist oder ansteckende Viren in sich trägt, ohne selbst erkrankt zu sein. Auf diese Weise kann der gesamte Tierbestand des Heims infiziert werden, wie bereits öfter in Heimen geschehen. In diesen Fällen mussten viele Hunde sterben, weil "tierliebe" Menschen z.B. an Parvovirose erkrankte Hunde über den Tierheimzaun geworfen haben.
    Auf manchen Tierheimgeländen leben auch Katzen. Auch ihr Leben ist möglicherweise gefährdet durch Krankheiten oder auch Angriffe durch den Hund, denn nicht jeder Hund ist katzenverträglich! Auch Katzen, die einfach auf's Gelände geworfen werden, können mit schlimmen Krankheiten, wie z.B. Katzenschnupfen infiziert sein und dadurch ein Epidemie auslösen!

    Wenn es Ihrer Nähe kein geeignetes Heim gibt und auch auch keine Organisation, die Ihnen helfen kann, bleibt Ihnen leider nur der Weg, sich selbst um "Ihr" Fundtier zu kümmern, es z.B. zu behalten oder einen neuen Besitzer für es zu finden, wenn Sie vermeiden wollen, dass das Tier vom Hundefänger eingefangen und getötet wird oder verhungert, erfriert, überfahren wird oder an seinen Verletzungen stirbt.
Wenn Sie sich dazu entschließen, dass Tier zu behalten, bedenken Sie bitte die Ausreisebestimmungen. Das größte Problem stellt dabei die Tollwutimpfung dar. Diese muss mindestens vier Wochen alt sein. Ein Verstoß kann dazu führen, dass das Tier an der Grenze für einige Wochen in eine Quarantänestation muss! Wenn es dann dort keiner abholt, kommt es zum Hundefänger.

Wenn Sie vor dem Ablauf der Frist zurück nach Deutschland müssen, setzen Sie sich mit den deutschen Organisationen in Verbindung. Einige davon fahren regelmäßig Touren nach Ungarn, um Tiere nach Deutschland zu holen. Es besteht die Möglichkeit, dass das Tier bis zum Erreichen der Frist übergangsweise in einem der Tierheime untergebracht und bei der nächsten Tour mit nach Deutschland gebracht wird. Hier können Sie Ihren neuen Liebling dann abholen!
Gehen Sie in jedem Fall vorher zum Tierarzt, um sicher zu stellen, dass der Hund keine ansteckenden oder sonstigen Krankheiten oder Verletzungen hat und reisefähig ist.
Und hier noch eine Aufzählung, die am Beispiel von Ungarn beschreibt, was der Hund braucht, um ausreisen zu dürfen:

Zitat:
Bestimmungen für die Ausreise aus Ungarn
Seit 01.Oktober.2004 gelten neue Gesetze für Reisen mit Hunden und Katzen innerhalb der EU. Seitdem müssen folgende Bedingungen erfüllt sein, wenn Sie mit Ihrem Tier in ein EU Land reisen möchten:


(Diese Bestimmungen gelten auch, wenn Sie aus Ungarn in ein anderes EU Land reisen!)
  • Das Tier muss einen gültigen EU Pass (blauer Pass) haben.
  • Die letzte Tollwutimpfung muss mindestens 21 Tage alt sein (neue Regelung, früher 30 Tage) und darf nicht älter als 12 Monate sein.
  • Das Tier muss mittels Tätowierung oder Mikrochip identifizierbar und die Kennzeichnungs-Nummer im Pass eingetragen sein.
  • Die früher erforderliche Bescheinung vom Amtsarzt/Veterinär ist NICHT mehr notwendig.
  • Tiere, die jünger als drei Monate und nicht geimpft sind dürfen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten einreisen, wenn sie von einem Muttertier begleitet werden oder für sie zusätzlich zum Heimtierausweis eine schriftliche und unterschriebene Erklärung des Verfügungsberechtigten mitgeführt wird, dass das Tier bislang ausschließlich am Ort seiner Geburt gehalten wurde und nicht mit wild lebenden Tieren in Kontakt gekommen ist.
Nicht zwingend erforderlich, aber trotzdem ratsam:
  • Das Tier sollte gegen Staupe geimpft sein.
  • Das Tier sollte entwurmt sein.
Quelle: Tierschutz in Ungarn
Kati ist offline   Mit Zitat antworten
#22
Alt 12.09.2008, 11:10

hey zusammen,

ich finde es auch gut, wenn ein Tier gerettet wird. Egal aus welchem Land, egal aus welchem Tierheim eigentlich. Ich selbst nehme nur noch Tiere aus dem Tierheim bei mir auf (z.B. meine Meerschweinchen) und auch Emma, unser Hund, ist aus einem spanischen Tierheim (ursprünglich). Wir haben sie in Deutschland auf der Webseite eines Tierheims gefunden, und ein paar Monate vorher wurde sie wohl aus Spanien überführt. Solche Tiere sind meist sehr dankbar und ich freue mich, ihnen ein neues Zuhause zu geben.

Wie oben bereits angesprochen: wenn tiere in einem Rudel leben, dass sogar "versorgt" wird, würde ich da auch nicht eingreifen.

Ich weiss, dass eine Freundin von mir einen Hund in Spanien gefunden hat - ganz kleiner Welpe, ausgesetzt. Sie hat ihn mitgenommen und jetzt ist sie ein super witziger, lebensfroher Hund.
pueppiderock ist offline   Mit Zitat antworten
#23
Alt 05.10.2008, 19:25

hallo .
So leid die Hunde einem tun, man sollte es lassen. Sie können schnell Krankeheiten übertragen und seuchen mit nach Deutschland bringen. Falls man es wirklich macht unbedingt vom TA untersuchen lassen bevor man ihn mit ins ´heimatland nimmt.
Ansonsten find ich das von jedem Menschen klasse der solche Hunde aufnimmt!!

Ein dickes an diejenigen!!!

lea
lea123 ist offline   Mit Zitat antworten
#24
Alt 05.10.2008, 21:05

Zitat:
Dakotaaa Beitrag anzeigen
Naja ich mags nicht wenn wer nen hund z.B. aus Griechenland mitnimmt egal ob Straßenhund oder vom Züchter weil ich das nicht okay finde einem Hund so einen Flug zuzumuten. In Griechenland warn viele Straßenhunde war richtig lustig weil eine frau aus dem 1.stock auf griechisch geschimpft hat und wassereimer auf die hunde geschüttet hat weil sie hinge...macht haben xD
Hahaha wie lustig, ich pinkel mir fast ein vor Lachen
Ich finde es okay.
Meaningoflife ist offline   Mit Zitat antworten
#25
Alt 05.10.2008, 21:06

Die Tiere werden dort schon gründlich untersucht und gerade was die übertragbaren Krankheiten angeht wird geimpft, behandelt sogar meist eine Laboruntersuchung gemacht und was weiß ich noch alles...
Lost_melody ist offline   Mit Zitat antworten
#26
Alt 05.10.2008, 21:11

Also Ginger wurde bis aufs Letzte durchgecheckt u. ich habe die Laborwerte bekommen (auf Spanisch, aber mir wurde von der Vermittlerin gesagt es sei alles i.O.)
schnuffelinchen ist offline   Mit Zitat antworten
#27
Alt 05.10.2008, 22:13

Zitat:
schnuffelinchen Beitrag anzeigen
Also Ginger wurde bis aufs Letzte durchgecheckt u. ich habe die Laborwerte bekommen (auf Spanisch, aber mir wurde von der Vermittlerin gesagt es sei alles i.O.)
Genau das gleiche bei meinem Chep
Ich denke wenn man nen hund über ne seriöse orga nach deutschland holt wird das immer gemacht
chep ist offline   Mit Zitat antworten
#28
Alt 05.10.2008, 22:19

Ja eben u. ich muss ihr den Stress ja nicht immer u. immer wieder antun. Wenn ich mir eine neues Tier in die Grupoen hole (Schweinchen etc. ) dann lasse ich sie durchchecken, denn die Vorbesitzer sind nicht gegangen aber so doch nicht.

Mit einem heilem Auto fahre ich auch nicht "nur mal so" zum Durchchecken.
schnuffelinchen ist offline   Mit Zitat antworten
#29
Alt 05.10.2008, 22:20

Also einen großen Nachteil, unter vielen, sehe ich die Einschleppung der LEISHMANIOSE.

Diese Krankheit, die über Sandmücken übertragen werden, gab es nie in Deutschland. Durch den Import ausländischer Hunde, steigt die Anzahl der Mücken und der infizierten Hunde, denn diese Krankheit bricht erst sehr spät aus.

Das heißt, in Deutschland gibt es dann nicht nur die Mücken, sondern auch infizierte Hunde.

Die Tierschutzorgas testen die Hunde zwar auf diese Krankheit, aber nur mit dem "günstigen" Schnelltrest, der sehr sehr ungenau ist.

Die aufwändigere Untersuchung ist teuer und macht leider kaum einer im Ausland...

Somit werden jeden Tag dutzende Hunde mit dieser Krankheit nach D gebracht ohne das jmd davon weiß.

LG
Valentina ist offline   Mit Zitat antworten
#30
Alt 05.10.2008, 22:45

Ô.o das wusste ich nun nicht. Ginger hat auch Laborwerte darüber.
schnuffelinchen ist offline   Mit Zitat antworten
#31
Alt 05.10.2008, 23:02

Weiß du ob bei Ginger der einen LAT bekommen hat. Also einen Leishmaniose-Antikörper-Titer Test. Wurde dieser in D nochmals wiederholt?

Wurde bei der PCR (Polymerase Chain Reaction) Test gemacht?
Valentina ist offline   Mit Zitat antworten
#32
Alt 05.10.2008, 23:13

Ich habe nur spanische Werte.
schnuffelinchen ist offline   Mit Zitat antworten
#33
Alt 05.10.2008, 23:18

Du hast keine deutsche Werte ermitteln lassen ?
DOBI-fan ist offline   Mit Zitat antworten
#34
Alt 05.10.2008, 23:20

Nein, weil die von der Organisation auf meine Frage "Ist sie auf mögliche ausländische Krankheiten gestestet u. untersucht worden?" mit ja geantwortet haben. Sie haben mir dann noch erzählt das sie bestimmte TÄ haben die das untersuchen etc. u. ich müsste nicht nochmal wieder los. Ô.o
schnuffelinchen ist offline   Mit Zitat antworten
#35
Alt 30.12.2008, 18:14

ich finde es immer toll, wenn tiere nicht vom vermehrer oder züchter kommen - also ja ich finde es gut ..

meine beiden sind straßenhunde aus frankreich - jedoch wurden die durch eine tierschutzorganisation mit der mutter nach deutschland gebracht.
amylein90 ist offline   Mit Zitat antworten
#36
Alt 01.01.2009, 18:37

Ich bin dafür wenn der Hund dort leidet, hungert oder sonstwie um sein Leben bangen muss. Ansonsten finde ich es aber unterstützenswerter die Hunde vor Ort zu kastrieren und zu versorgen.
Ginib ist offline   Mit Zitat antworten
#37
Alt 08.01.2009, 08:33
Julie07

@Valentina

Zitat:
Diese Krankheit, die über Sandmücken übertragen werden, gab es nie in Deutschland. Durch den Import ausländischer Hunde, steigt die Anzahl der Mücken und der infizierten Hunde, denn diese Krankheit bricht erst sehr spät aus.
Das heißt, in Deutschland gibt es dann nicht nur die Mücken, sondern auch infizierte Hunde.
Bringen die infizierten Hunde aus dem Ausland die Sandmücken gleich mit? Das ist doch Quatsch!

Die Hunde bringen weder den Überträger der Leishmaniose (die Sandmücke) mit nach Deutschland, noch ist diese Krankheit von Hund zu Hund oder von Hund auf den Menschen übertragbar!

LG
  Mit Zitat antworten
#38
Alt 08.01.2009, 08:34
Hansini

Sandmücken gibt es mittlerweile in Deutschland, weil es einen netten Klimawandel gibt.

www.parasitus.com
  Mit Zitat antworten
#39
Alt 08.01.2009, 08:36
Julie07

Okay, aber nicht nur die mit Leishmaniose infizierten Hunde. So hat es Valentina beschrieben.

LG
  Mit Zitat antworten
#40
Alt 08.01.2009, 12:31

Die Krankheit ist theoretisch übertragbar. Ausschließen kann man es nicht!

Leishmaniose
Valentina ist offline   Mit Zitat antworten
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