|
Gewalt an/bei Hunden.
Der Mensch vermenschlicht den Hund. So ist also aus dem Wolf der Hund geworden. So oder so ähnlich. Egal. Der Hund ist nun vermenschlicht. Er hat Kissen oder Kisten in dem er zum nächtigen gelagert wird. Er bekommt Fressen aus einer Schüssel. Manchmal schläft er sogar bei Mami und Papi im Bett. Alle sind sich einig. Der Hund ist vermenschlicht. Und trotzdem ist Hund immer noch Hund. Hmm. Gestern kam Hund A auf meinen Hund zu. Mein Hund hatte schlechte Laune. Hund knurrt. Ich sag HEY/AUS/LASS DAS. Hund A ist das egal. Er will schnuppern. Vielleicht auch spielen. Oder auch nur mal gucken was heute noch so geht. Mein Hund hat schlechte Laune. Immerhin durfte er heute kein Spielzeug mitnehmen. (BTW:Auch ein Hinweis auf des Hundes vermenschlichung) Trotz hochgezogener Lefzen, Bösen Blick, Aufgestelle Nacken Haare, kommt Hund A noch näher. Ich zehre an der Leine. Und blicke hilflos nach Herrchen A der seine Misttöle doch endlich entfernen soll. Meinem Hund reicht es. Bamm. Hund A guckt blöd aus der Wäsche. "Hat der Mistkerl gerade nach mir geschnappt?" Hund A lässt sich das nicht gefallen. Nackenhaare hoch. Lefzen hochgezogen. Möglichst böse Bellen/Knurren/Pöpeln. Aber mein Hund ist dann doch zu schlecht gelaunt um klein bei zu geben. Zehrt wie ein verrückter an der Leine. Bellt lauter als Hund A. Hat die Nackenhaare höher gestellt als der andere. Markiert einfach mehr das er der BIG Boss ist. Zack Leine reisst. Ich schreie. Packe meinen Hund am Nacken. Mein Hund ist schneller als ich. Hund A denkt sich "Ups der is böse heute" Hund A nimmt die Beine in die Hand und rennt weg. Mein Hund ist stolz. "Ha dem hab ich es gezeigt. War nicht so schwer. Einmal knurren/bellen/nach ihm schnappen und schon wusste er das ich der Chef bin." Und jetzt? Jetzt schrei ich meinen Hund an. Der dumme Hund. Leine kaputt. Ansehen bei Hundehalter A der sich dahinten blicken lässt kaputt. Selbstvertrauen bei den nächsten Hundebegegnungen kaputt. Mein Hund zieht den Schwanz ein. Gewalt? |
|
|
|
|
|
Gewalt ist eine negative Einwirkung, die auf unser Gegenüber einwirkt. Da wir hier vom Hund reden, ist es also eine negative Einwirkung, die dem Hund entgegen gebracht wird.
Inwiefern diese negative Einwirkung körperlich oder geistig Folgen zeigt, liegt meines Erachtens an mehrern Faktoren, wie der gewählten Einwirkung, der Stärke und Häufigkeit der gewählten Einwirkung und dem jeweiligen Charakter der Hundes. Wie wir Menschen das Ausmaß von Gewalt empfinden, liegt sicherlich daran wie wir Gewalt kennengelernt haben und sie einstufen. Ich bin für einen Mittelweg, es gibt für mich weder rosarot und rein wattebäuschig, noch bin ich ein gewalttätiger Mensch. Es sei denn man will meinen Hunden was ;-) Wer mit reiner Gewalt seinen Hund erziehen will, wird Schiffbruch erleiden, denn das A und O beim Zusammenleben mit seinen Hunden ist das Vertrauen. Das Vertrauen verliert mein Hund aber nicht, wenn ich ihn mal etwas grober mit ihm umgehe. Ich orientiere mich da an meinen Hunden, mag sein das es nicht auf alle passt, aber bei meinen Hunden herrscht ein rauher Ton untereinander und trotzdem hat niemand Angst vor dem Anderen. Ich bin für meine Hunde berrechenbar, darum haben sie auch keine Angst vor mir. Ich trete nicht, ich schlage nicht, ich brülle nicht...trotzdem geht es bei uns auch mal gewalttätig zu, denn ich tobe mit meinen Hunden und bringe ihnen im Spiel viel bei. Ich hab auch schon mal nen Hund der in die Leine springt und sich dabei einen ach so schlimmen Ruck zuzieht. Naja, aber ich empfinde das nicht als Gewalt, sondern für mich ein ganz normales triebiges Verhalten. Grenzen finde ich sehr wichtig, Grenzen geben meinem Hund Freiheit, aber Grenzen muss ein Hund erst lernen. Ich wiederhole gern nochmal: ich geh da lieber einen kürzeren und klaren Weg, da das Hundeleben wesentlich kürzer ist. Für mich ist Gewalt am Hund alles was sinnlos ist, dem Hund nicht hilft zu lernen wie er es besser/anders machen kann und was aus einer reinen Laune des Menschen heraus geschieht. Gewalt gibt es bei uns im Spiel meist immer, dafür sind es nunmal Raubtiere, die ihre Triebe ab und an nicht voll unter Kontrolle haben...wie auch? Ein Ratschen am Arm, ein Zwicken ins Ohr als Kontra...usw. Ich denke aber man wird sich nie einig werden, denn es gibt nunmal Menschen die schon das blosse Nutzen eines Halsbandes oder das wegschupsen eines Hundes als Gewalt ansehen. Für mich vollkommen ok, wenn man mich mit meinen Tieren leben lässt wie wir es möchten. |
|
|
|
|
![]() |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | Thema bewerten |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Urlaub mit dem Hund? | Valentina | Hunde Unterwegs & Urlaub | 32 | 10.05.2010 19:03 |
| Mein Hund verunreinigt Zwinger | Luzie_Fan | Hunde Erziehung und Verhalten | 42 | 20.01.2010 22:44 |
| Gedanken über die MOTIVATION von Hund und Halter . | hundeversteher- | Hunde Erziehung und Verhalten | 20 | 14.09.2009 22:01 |
| Macht ein Hund vor dem Studium noch sinn? | Franzileiin | Hunde Anschaffung und Haltung | 8 | 29.04.2009 20:14 |