@ Shandiz
Es ist wirklich gut zu wissen, dass man Tiere auf dem Teller hat, die gesund waren, gutes Futter bekamen, keine Medikamente und auch noch ein gutes Leben hatten. Es tut mir immer weh, wenn ich schlachte, ob das Tier nun einen Namen hatte, oder nicht.
@ Esperanza
Das Gerücht ist - was Hühner angeht - vollkommen falsch. Sicher sind die Tiere später zutraulicher als andere. Aber sie sind generell von Natur aus scheu. Wenn die Küken geschlüpft sind und auf Futtersuche gehen, bin ich da und zeige ihnen, wo es ist. Ich tippe mit dem Finger ins Futter und die Küken machen es nach. Ebenso mache ich es mit dem Wasser. Ansonsten sind die Tiere absolut eigenständig. Die Instinkte sind vorhanden und die vererbten Gene, in denen alles Gelernte aus den Generationen zuvor ebenfalls verankert ist, lassen die Tiere alles wissen, was sie zum Überleben brauchen.
Das mit den Seidenhühnern ist so eine Sache. Seidis sind absolute "Brutmaschinen" - wenn ich das mal so ausdrücken darf. Meine Wuschel sitzt mindestens 4 x im Jahr im Nest und will brüten - egal ob es 20 Grad minus sind. Die Tiere sitzen sich fest, die sitzen auch, wenn kein Ei unter ihnen ist. Manche sind so hartnäckig, dass sie sich totbrüten. Hört sich hart an, ist aber so. Dazu sollte man folgendes wissen: Glucken sitzen in der Regel 21 Tage auf den Eiern, dann schlüpfen die Küken. In dieser Zeit verfallen sie in eine Art Trancezustand. Nur so sind sie in der Lage, die lange Zeit des Sitzens zu meistern. Es ist eine sehr große Strapaze für die Glucken. Lediglich einmal täglich stehen sie kurz auf, um zu trinken, zu fressen, und abzukoten. Dann gehts wieder auf die Eier. Nimmt man ihnen die Eier weg, brüten sie trotzdem weiter. Und wenn nach 21 Tagen kein Küken schlüpft, sitzen sie auch weiter - mache so lange, bis sie vor Erschöpfung sterben.
Das heißt, entweder musst du ihnen Eier zum Ausbrüten geben, oder du musst sie entwöhnen. Hast du 10 Seidenhennen, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens 20 x im Jahr Nachwuchs haben. Willst du das nicht, solltest du einige Käfige vorrätig haben, um die Tiere zu entwöhnen. Sie sollten dann in einem Käfig sitzen, der Boden muss ebenfalls ein Rost sein, der Käfig darf nicht auf dem Boden stehen, damit Luft an den Popo des Huhns kommt - so wird es für sie ungemütlich. Futter und Wasser versteht sich von selbst. So untergebracht ist es eine Frage von 5-10 Tagen, bis eine Henne entwöhnt ist - kommt auf die Hartnäckigkeit an.
Also, Seidis sind zwar ungblaublich hübsch, aber das sollte man in jedem Fall beachten.
LG
Claudia
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